
Dierk Queren - Am Lammbusch 7 - 31855 Aerzen - Tel.: 0179-2995577
Rehe - Belastungsrehe durch eine unphysiologische Hufform.
Hier wurde auf die Arbeit eines Schmiedes vertraut.
Das Ergebnis: Ein Haffi mit Kaltbluthufen! Hier zieht es an allen "Ecken und Enden". Das Hufbein findet keinen Halt. Nach Fühligkeit kam Lahmheit und dann ein Rehebeschlag, voll in die überstehende, hebelnde Wand - also... noch mehr Zug auf die schon hebelnde Wand. Mit jedem Schwung hebelt die Wand mehr ab und das Hufbein konnte tiefer und tiefer sinken. Als Sohlenschutz sollte eine Gummieinlage und das Aussprühen des Hufes helfen. Aufgrund der entstehenden Feuchtigkeit wurde die Sohle weich. Es folgte lediglich eine Pufferung des Hufbeines über die Gummieinlag. Wie man auf den Bildern erkennen kann, wurde durch die Gummieinlage ein leichter Keil gesetzt. Die Trachten wurden angehoben und das Hufbein wurde noch steiler auf die Spitze gestellt. So kam noch mehr Druck auf die Hufbeinspitze.
Es dauerte zwei Wochen, erst wurden die Lahmheitsbeschwerden stärker, nach zwei Wochen und medikamentöser Behandlung klangen die Schmerzbeschwerden ab. Was war passiert? Zum Einen wurde mit Medikamenten nachgeholfen, zum Anderen wurde der Hufmechanismus außer kraft gesetzt. Es kam zu weniger Durchblutung, somit konnten die Nerven den Schmerzzustand nicht mehr weitermelden. Das Symtom wurde behandelt, jedoch nicht die Ursache! Eine hebelnde Wand!!!
Der Kunde ist seit Mitte März 2010 bei mir in Behandlung.


Jetzt nach Abnahme der Eisen muss die Sohle wieder aushärten. Es werden sich ggf. die Eckstreben als Schutz über die Sohle schieben. Das soll auch so sein. Wenn die Stabilität der Sohle gegeben ist kann die Zehe in Bearbeitungsintervallen zurückgesetzt werden. Die Hufwand wächst paralell zum Hufbein und kann diesem wieder halt geben.
Nach 4 Monaten (Mitte Juli 2010), regelmäßiger Hufpflege, einem Hufgeschwür und etlichen fühligen Tagen scheint es jetzt "bergauf" zu gehen

Auf dem mittleren Bild sieht man in der Hufwand einen "Knick", hier kann man erkennen, wie der Huf von oben sehr gut nachgewachsen ist (ca. 5mm pro Monat). Unterhalb des "Knickes" ist die "Altlast", die hebelnde Wand. In diesem Stadium ist es sehr wichtig die Hebelwirkung durch regelmäßiges Kürzen der Zehenwand zu entschärfen.
Wir sind im 5. Monat, ich habe den Bearbeitungsintervall auf 3 Wochen verkürzt. Es hat sich gezeigt, dass dieses ganau der Richtige Zeitpunkt war. An der Sohle hat sich "Bröselhorn" gebildet. Unter dem Horn kann man schon jetzt ein gutes Sohlengewölbe erkennen. Das Wichtigste ist jetzt die Zehe kurz zu halten, um möglichst wenig Hebelwirkung zu haben.

Naturhufpflege Weserbergland steht für eine natürliche und gesunde Hufform.







