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Warum Naturhufpflege

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Dierk Queren - Am Lammbusch 7 - 31855 Aerzen - Tel.: 0179-2995577
 

Naturhufpflege Weserbergland möchte Ihnen, liebe Leser, mit den folgenden Zeilen einige Gedanken zur Naturhufpflege geben.

 

Pferde werden ohne Hufschutz geboren! Wildpferde legen ohne Hufschutz täglich zwischen 20-40km in unterschiedlichsten Regionen zurück. Auf den zurückgelegten Strecken härten die Hufe aus und nutzen sich ab.

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Die Naturhufpflege ahmt diese Abnutzung nach und verleiht Ihrem Pferd eine den Laufeigenschaften angepasste Hufform.

Warum?

Der Huf wächst bei unseren Haltungsformen i.d.R. schneller als er sich abnutzt, dadurch bedingt entsteht eine ungünstige Kräfteverteilung im Huf. Dieses kann zu Verbiegungen der Hornwand und damit zu schlechten Laufeigenschaften bis hin zu Verspannungen im ganzen Körper führen.

Benötigt Ihr Pferd einen Hufschutz?

In der Regel NEIN. Grundvoraussetzung hierfür ist jedoch eine artgerechte Haltung, welche ihm zumindest täglich genügend Auslauf gewährt. Das Pferd ist ein Bewegungstier und benötigt auch Bewegungsanreize. Ein einfacher Anreiz besteht schon in dem Zusammenhang wenn Wasser- und Futterstelle räumlich getrennt sind. Ein weiterer Anreiz besteht in unterschiedlichen Bodenbeschaffenheiten (Weide, Kies, Sand, Beton).

Warum Eisen als Hufschutz?

Weil der Mensch ein Gewohnheitstier ist! Im Mittelalter hat man Pferde auf engstem Raum z.B. in Burgen gehalten. Die Pferde standen in ihrem eigenen Urin und Kot. Aus dem Urin in Verbindung mit Stroh entwickelt sich Amoniak. Amoniak greift Eiweiß an. Der Huf besteht aus Eiweiß. Als Lösung erfand man das Hufeisen. Anstatt dem Pferd mehr Bewegung zu geben hat man mit dem Hufeisen die Blutzufuhr eingeschränkt und damit verbunden die Schmerzen genommen (Beispiel ein eingeschlafener Fuß). Man hat das Symtom Fühligkeit behandelt ohne jedoch die Ursache zu unterbinden.

Hufschutz wenn nötig!

Es gibt eine ausreichende Auswahl an geeigneten Hufschuhen welche nicht permanent am Huf befestigt werden. Bei Bedarf greift man auf Hufschuhe zurück um den Huf vor Abnutzung und Fühligkeit zu schützen.

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Auszug aus einem Lehrbuch der Hufbeschlagskunst von J.C.Gross aus dem Jahre 1861

„Ob der Hufbeschlag das Mittel ist, die Hufe gesund zu erhalten, das ist eine Frage, die füglich verneinen kann; denn die Erfahrung hat gelehrt, daß je länger das Beschlagen bei einem Pferd angewendet wird, namentlich auch je früher die Thiere beschlagen werden, ein um so nachtheiligerer Einfluß auf die Hufe ausgeübt wird.

Auszug Wilhem Blendinger, Tierarzt in heutiger Zeit (1980, 2. Auflage)

„Kein Reitpferd sollte vor dem 5. Lebensjahr beschlagen werden..“ „Die häufigsten Schädigungen des zu frühen Gebrauchs betreffe die Wirbelsäule und den Hufrollenaparat.“

Bracy Clark erkannte es bereits um 1820

„Ein großer Vorteil des natürlichen Hufes ist, daß man über jeden Boden reiten kann, unabhängig davon, wie glatt oder steil er ist, und der Huf wird nicht rutschen....“ „Ein elastisches Organ, dass in „eiserner Bande“ geschlagen ist, muß notwendigerweise bald seiner elastischen Eigenschaften beraubt werden.


Universität Zürich, 1983, über die Stoßdämpfung am Huf bei unterschiedlichem Beschlagsmaterial im Vergleich zum unbeschlagenen Huf. Danach fehlen beim mit Eisen beschlagenen Huf 60-80% der natürlichen Stoßdämpfung. „Ein beschlagener Fuß bekommt auf Asphalt im Schritt 3mal so starke Stöße ab, wie ein unbeschlagener auf Asphalt im Trab“


In diesem Sinne:

Naturhufpflege Weserbergland steht für eine natürliche und gesunde Hufform.

 

 
Quelle: z.T. ISBN 3-927091-51-0
Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 26. November 2009 um 11:36 Uhr  

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